Geschichte: Entdecken Sie die Zeiten Martin LuthersHotel: Aufwachen an der UNESCO Welterbestätte
1618

Beginn des Dreißigjährigen Krieges

Die fundamentalen Unterschiede zwischen Katholischer Kirche und den Lutheranern steigern sich mit wachsender Zahl der Unterstützer Luthers immer öfter in regionale, bewaffnete Konflikte. 1555 wurden diese mit dem Augsburger Religionsfrieden beigelegt.

Der Friede zwischen Lutheranern – oder „Protestanten“, wie sie sich selbst nannten – und Katholiken hielt nicht sehr lang. Ab 1560 organisierte der Vatikan eine Gegenreformation mit dem Ziel, den katholischen Glauben zurück in die „verlorenen Gebiete“ zu bringen. 1618 gipfelt ein böhmischer Konflikt um die Benutzung von Kirchen in ländlichen Gebieten in den Prager Fenstersturz. Zwei katholische Aristokraten wurden aus dem Fenster der (protestantischen) böhmischen Kanzlei geworfen. Dieser Vorfall bildet den Anfangspunkt des Dreißigjährigen Krieges.

Der Dreißigjährige Krieg wird als der zerstörerischste Krieg aller Zeiten angesehen. Ein Drittel der europäischen Bevölkerung starb in den drei Jahrzehnten entweder durch Waffen, Hunger oder durch Epidemien. Ein Drittel Europas war zerstört. Es dauerte viele Jahrzehnte die Schäden zu beseitigen.

Der Krieg hatte im Grunde ein Ziel: Das Recht von Millionen Menschen auf eine Befreiung aus dunklen Zeiten und ein Leben in Würde.

Nach ersten Erfolgen der katholischen Truppen schritt der schwedische König Gustav Adolf mit seiner Armee ein und half den Protestanten. Die Intervention Schwedens bewahrte die Lutheraner vor einer vernichtenden Niederlage. König Gustav Adolf, der 1632 auf dem Schlachtfeld starb, wird seitdem als „Retter des Protestantismus“ verehrt.

Der Dreißigjährige Krieg endete 1648 nach siebenjährigen Friedensverhandlungen mit dem Westfälischen Frieden. Trotz der verheerenden Zerstörungen in ganz Europa gehörte Wittenberg noch zu den am wenigsten betroffenen Regionen. Das Gebäude der „Alten Canzley“ war weiterhin Wohnort der Pröpste von Wittenberg und spielte eine prominente Rolle in der Stadtgeschichte.

Entdecken Sie die vierte Dimension – Zeit – in unserem Hotel. Wir würden uns freuen, Sie als unsere Gäste begrüßen zu dürfen.